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Noch ein Gericht, in dem Schokolade und Schärfe miteinander harmonieren:

Mexikanische Bohnenpfanne

Zutaten:

1 Dose Kidney-Bohnen

Rundkorn- oder Risottoreis, bevorzugt Naturreis

1 große Paprika

1 Zucchini

3 kleine Tomaten

1 kleine Zwiebel

1-2 Knoblauchzehen

2-3 Stücke “hochprozentige” Schokolade

1 gehäufter Esslöffel Rosinen

Saft einer Limette

Safran, 2 Lorbeerblätter, 1 kleine Chilischote

Mexikanische Gewürzmischung: 1 Teelöffel Rosmarin, 1 Teelöffel Oregano, je ein halber Teelöffel scharfes und edelsüßes Paprikapulver, etwas Cayennepfeffer, eine üppige Prise getr. Orangenschale, ein kleiner Hauch Cumin

2 Teelöffel gekörnte Brühe (ohne Geschmacksverstärker und ohne Hefextrakt)

Zucker, Meersalz, Pfeffer

Olivenöl

Für den Reis Zwiebel und Knoblauch klein hacken, in Olivenöl andünsten, Reis, Lorbeerblätter, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Safran und Chilischote dazugeben, mit Wasser aufgießen und nach Anweisung kochen lassen. Idealerweise sollte der Reis nach Ende der Garzeit die Flüssigkeit aufgesogen haben.

Derweil die Zucchini und die Paprika in kleine Würfel schneiden, die Tomaten häuten und ebenfalls klein würfeln.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse zusammen mit den Rosinen anbraten. Den Limettensaft, etwas Wasser, Brühe und die mexikanische Gewürzmischung dazugeben und bei kleiner Flamme garen. Die Kidneybohnen (abgewaschen und abgetropft) unterheben. Mit Salz und Pfeffer und Zucker (nach Geschmack) abschmecken.

Die Lorbeerblätter aus dem Reis nehmen; Reis und Gemüse vermischen – leicht erhitzen und die Schokoladenstücke unterrühren (lösen sich allein auf); evtl. nachsalzen und wer es gerne schärfer mag, kann noch Chilipulver dazugeben. Mit ein paar Spritzern Worcestersauce abrunden.

Die Kombination aus Schärfe, Süße und dem herben Aroma von Schokolade und Limette ergibt ein sinnlich-exotisches Aroma, das den Geschmacksknospen schmeichelt und genussvolle Momente garantiert.

Bewertung:

Sowohl Reis als auch Bohnen enthalten viel Kalium, das gut fürs Herz ist und eine entwässernde Wirkung hat. Die Bohnen, selbst wenn sie aus der Dose kommen, sind die beste, nichttierische Eiweißquelle und enthalten reichlich essentielle Aminosäuren; außerdem Eisen und Magnesium. Bohnen enthalten komplexe Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index, die für langanhaltende Sättigung sorgen, da der Blutzuckerspiegel über längere Zeit konstant bleibt.

Zusammen mit dem Gemüse und den Rosinen ist das Gericht eine echte Ballastsstoffbombe, die die Verdauung anregt.

Die Schärfe aus Chili, Cayennepfeffer und Paprika (Wirkstoff Capsaicin) regt die Verdauung an, indem die Magensäureproduktion stimuliert wird. Verstopfte Nasen werden frei; angenehme Wärme entsteht. Capsaicin soll sogar positiv auf den Cholesterinspiegel wirken und Schmerzen bekämpfen. In der Kombination mit Cumin/Kümmel und dem energetisierenden Safran sagt man den scharfen Schoten sogar aphrodisierende Wirkungen nach.

Auf die gesundheitlichen Vorteile von Kakao (http://migraenerezepte.wordpress.com/2010/02/23/das-geschenk-der-gotter/) und Kokosfett (http://migraenerezepte.wordpress.com/2010/02/18/apfel-zwiebel-schmalz/) wurde ja schon ausführlich eingegangen.

Hier nun ein Rezept, das beide Zutaten vereint und einfach und schnell zuzubereiten ist:

Eiskonfekt

Zutaten:

1 Tafel “hochprozentige” Schokolade – also ab 70% Kakaoanteil; je höher, desto besser – je edler, desto leckerer

100g Kokosfett (unraffiniert, ungebleicht, virgine)

Die Schokolade in kleine Teile zerbrechen und zusammen mit dem Kokosfett langsam auf kleiner Flamme in einem Topf schmelzen lassen. Mit einem Quirl die Masse sorgfältig verrühren bis sie flüssig ist. In Eiswürfelbehälter füllen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank fest werden lassen.

Tipp: Zur geschmacklichen Abrundung und für den feinen Schmelz kann man noch ein paar Tropfen Mandelöl hinzugeben.

Oder:

Mit 2-5 Tropfen Minzöl bekommt man Eiskonfekt mit Minzaroma.

Durch das Kokosfett wird das Konfekt wunderbar zartschmelzend, wenn man es genüsslich im Munde zergehen lässt. Schmeckt besonders gut im Sommer – aber natürlich auch im Winter!

Xocolatl

Und jetzt:

das Rezept für ein Kakaogetränk

nach aztekischer Art!

Man nehme:

250ml Wasser

5 oder mehr gehäufte Teelöffel hochwertiges reines Kakaopulver

1-2 Teelöffel Zimt

1-2 Messerspitzen Kardamom

1 kleine Prise Nelke

das Innere einer halben Vanilleschote

Chilipfeffer nach Geschmack

Ahornsirup, Rohrohrzucker, Agavendicksaft zum Süßen

Wasser, Kakaopulver und Süße in einen Topf geben und gut verquirlen; die Gewürze in ein Teesieb geben und rein hängen; dann langsam aufkochen lassen und 5 Minuten köcheln lassen – Achtung: kocht leicht über!

Abseihen, sich´s gemütlich machen und: GENIEßEN!

Das göttliche Elixier macht sofort wohlig warm, locker und entspannt – man schreibt ihm sogar aphrodisierende Wirkung zu…

Anmerk.: zwar wird der Schokolade immer wieder unterstellt, sie löse Migräneattacken aus, aber bewiesen ist das nicht: hier hilft nur Versuch und Irrtum – und natürlich die Dosis! Man muss ja nicht gleich eine ganze Tafel verzehren und einen halben Liter Kakao trinken; und mittlerweile vermutet man, dass der Heißhunger auf Süßes schlicht ein erstes Anzeichen für eine sich nähernde Migräne ist – und die kommt dann sowieso.

Daher gilt auch für Kakao und Schokolade: weniger ist mehr, dafür gute Qualität und echter Genuss – denn der gehört auch zum Leben; und wer sich wohlfühlt und sich entspannt, der bekommt auch weniger Migräneanfälle!

… so nannten die Indianer Südamerikas den

Kakao – theobroma cacao

Und – richtig geraten – heute geht es um die Vorzüge des Kakaos und der Köstlichkeiten, die man daraus herstellen kann.

Die Kakaopflanze ist im tropischen Amerika zwischen Mexiko und Chile beheimatet. Ihren Weg nach Europa fand sie durch den spanischen Eroberer Cortez. Bis vor etwa 150 Jahren war Kakao allerdings nur in Getränkeform bekannt, die Erfndung der Schokolade ist also eher ein neuzeitliches Produkt.

Was macht den Kakao nun so besonders? Fangen wir mit dem fetten Bestandteil an, der Kakaobutter.

Kakaobutter ist sehr hitzestabil und schmilzt erst bei Körpertemperatur. Aufgrund dieser Eigenschaft, der relativen Farbneutralität (Kakaobutter ist NICHT dunkel) und ihres zarten Duftes wird sie gerne für Hautpflegeprodukte verwendet: reichhaltig und mit sofort pflegendem Effekt für trockene Haut oder Lippen.

Kulinarisch betrachtet, beinhaltet die Kakaobutter vor allem Stearinsäure; das sind zwar gesättigte Fettsäuren, aber sie beeinflussen den Cholesterinspiegel nicht negativ.

Durch die lange Haltbarkeit und Stabilität wird die Kakaobutter natürlich zur Herstellung von Schoklade eingesetzt – wobei die Regel gilt: je höher der Anteil des Kakaos (ab 70%) und der Kakaobutter, desto niedriger der Anteil der nicht so gesundheitsfreundlichen Bestandteile Zucker und Milch.

Der schokoladenfarbige Kakaoanteil, der durch Fermentation, Röstung und Entfettung der Kakaobohne entsteht, ist der Teil der Pflanze, der sich durch besonders gesundheitsfördende Inhaltsstoffe auszeichnet.

Neben rund 11% Eiweiß und nur einem Prozent Zucker enthält die Kakaobohne 6% Mineralstoffe, darunter vor allem Kalium und Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink und Kupfer. Das ebenfalls enthaltende Theobromin hat – ähnlich wie Koffein – eine leicht anregende Wirkung, die aber milder ist und eher stimmungsaufhellend wirkt. Die Substanz hat auch leichte hustenstillende Wirkung und ist erst in hohen Dosen (so viel Kakao kann man gar nicht trinken) als “Droge” zu bezeichnen (nur Pferde und Hunde können Theobromin schlecht verstoffwechseln, so dass große Mengen tatsächlich tödlich sein können).

Erstaunlich positive Eigenschaften haben die im Kakao enthaltenden Polyphenole und Flavonoide. Das sind sog. sekundäre Pflanzenstoffe. Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass sie sich günstig auf Herz und Blutgefäße auswirken und sogar den Blutdruck senken können. Sie sollen blutverdünnende und auch entzündungshemmende Stoffe enthalten. Neueste Studien besagen sogar, dass ein Verzehr von ca. 50g dunkler Schokolade (je dunkler, desto besser!) wöchentlich vor Schlaganfall schützen könnte (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/schlaganfall/article/589051/konsum-schokolade-schuetzt-gehirn.html).

Nun – da lacht doch das Herz aller “Schokoholics”!

Und hier nun ein sinnliches Rezept, das gut riecht, der Haut Feuchtigkeit schenkt und mit dem man sich schon auf das nächste Rezept freuen kann:

Schokomaske

Zutaten:
100g Vollmilchschokolade
1 Esslöffel Jojobaöl

Beide Zutaten in einem Töpfchen bei kleiner Flamme auf dem Herd schmelzen und vermengen. Dann etwas abkühlen lassen, aber nur ein wenig. Denn ist die Schokolade zu heiß, verbrennt man sich das Gesicht – ist sie zu kalt, wird die Schoki-Beauty-Masse zu fest. Nun die warme Masse mit den Fingern oder einem sog. Fächerpinsel für’s Maskenauftragen gleichmäßig im Gesicht verteilen. Dabei die Augenpartie aussparen. Nun ein wenig entspannen und die Maske etwa 15 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich abwaschen und Ihre Haut wird es Ihnen danken.

Und denken sie daran, dass manche Katzen einem gern beim Ausruhen die herrlich aromatischen Naturkosmetik-Rezepturen vom Gesicht schlabbern…

Danke an Clara für das Wohlfühlrezept!

Düfte lösen Empfindungen aus – schöne und weniger schöne. Die Wirkung entfaltet sich sowohl über den Geruchssinn, als auch durch das Einatmen über die Lungen.

Dies macht sich die sog. Aromatherapie zunutze.

Es handelt sich hierbei um die Verwendung von 100% naturreinen, ätherischen Ölen. Sie werden durch verschiedene Zubereitungsarten aus natürlichen Rohstoffen gewonnen. Die Bezeichnung “ätherisch” tragen sie übrigens deshalb, weil sie sehr flüchtig sind, sobald man sie der Luft aussetzt – sie verflüchtigen sich in der Luft (= Äther).
Man sollte nur Öle bester Qualität nehmen, die haben zum Teil zwar ihren Preis, aber dafür führt man sich so keine Gifte zu.
Zu vermeiden sind auf jeden Fall alle Arten von künstlichen, synthetischen, naturidentischen Düften wie sie allerorten in Form von Duftbäumchen, Duftkerzen, Lufterfrischern, Duftsprays etc. angeboten werden
- das ist pures Gift, vor allem für empfindliche Leute wie Migräniker!

Betrachtet man die Aromatherapie aus NICHT esoterischer Sicht, so haben Düfte tatsächlich eine direkte Wirkung auf das körperlich wie seelische Befinden.
Das hat ja jeder schon festgestellt.


Und tatsächlich haben manche Düfte bzw. ätherische Öle ja auch eine direkte “gesundheitliche” Wirkung:
Früher war es geradezu Tradition, ohnmächtig gewordenen Frauen ein Riechfläschen unter die Nase zu halten.

Oder das Minzöl – jeder kennt den kühlenden, angenehmen Effekt, wenn man es sich bei Kopfschmerzen auf die Stirn reibt. Dazu gibt es sogar wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit bei Spannungskopfschmerzen belegen.

Oder Menthol und Eukalyptus, die die Atemwege befreien und bei Schnupfen Erleichterung verschaffen.
Ätherische Öle zeichnen sich außerdem durch antivirale, antiseptische und desinfizierende Eigenschaften aus (z.B. kennen viele das Teebaumöl).

Warum also sollten nicht einige Düfte auch den Körper entspannen – z.B. während eines Migräneanfalls? Sich einfach von der Nase leiten lassen, genießen und sich wohl fühlen!
(Natürlich NUR, wenn man Düfte während einer Attacke erträgt!)

Ich habe mal ein paar passende Düfte hier zusammengetragen, denen man eine Wirkung bei Migräne nachsagt:

Phytotherapeuten sprechen jeder Pflanze auch eine ganz eigene Botschaft zu. Wenn wir uns dafür öffnen wollen, können wir diese Botschaften nutzen.

Wir können uns Tees für die innere Anwendung zubereiten, genüssliche und heilende Bäder bereiten und Massageöle selbst mixen oder ein paar Tropfen in die Duftlampe geben.

Unsere Empfehlungen beziehen sich ausschließlich auf Kopfschmerzen/Migräne und die damit verbundenen seelischen Belastungen. In ihrer gesamten Wirkweise sind sie umfangreicher.

—> Ätherische Öle ohne ausdrückliche Empfehlung des naturheilkundlichen Arztes oder Phytotherapeuten nicht einnehmen oder pur auf die Haut auftragen!!! Ebenfalls nicht bei Kleinkindern und Tieren anwenden!

1. Pfefferminze (lat. Mentha piperata)

Bitte nicht verwechseln mit Minze (lat. Mentha arvensis), die für alle Menschen auf Reisen und speziell im Sommer eher eine rein erfrischend-belebende Wirkung zeigt.

Innere Anwendung: Nervenkräftigend, krampflösend, magenstärkend vor allem auch bei Kopfschmerzen in Verbindung mit Übelkeit

Äußere Anwendung: Einreibung von Stirn und Nacken bei Kopfschmerz und Migräne

Seelische Wirkung durch Verdunstung: Gegen Migräne, wirkt auf uns wie eine frische Meeresbrise. Nebel und Wolken verschwinden, eine klarere Sicht der Dinge stellt sich ein. Gut, wenn die Gedanken im Kreis routieren bzw. stecken bleiben.

Pflanzenbotschaft: “Siehe und erkenne!”

2. Lavendel (lat. Lavendula officinalis)

Innere Anwendung: Wirkt entspannend, hilft beim Einschlafen, beruhigt, wirkt entkrampfend und nervenstärkend

Äußere Anwendung: Eines der wenigen äth. Öle, die auch pur auf die Haut aufgetragen werden können. Es wirkt pflegend, reinigend und antientzündlich. Tip: Ein paar Tropfen in die Hautcreme rühren. Ein Bad am Abend. Ein kleines Levendel-Duftkissen unter dem Kopfkissen hilft beim Einschlafen.

Seelische Wirkung durch Verdunstung: Lavendel schenkt uns die Athmosphäre von Reinheit, Frische, Ordnung. Es vertreibt schlechte Gedanken und Schwermut. Das Ausbalancieren ist vor allem Kopfschmerzgeplagten von Nutzen.

Pflanzenbotschaft: “Ich schaffe reine Klarheit.”

3. Majoran (lat. Origanum majorana)

Innere Anwendung: Majoran wird eine direkte heilende Wirkung bei Migräne nachgesagt. Er wirkt schmerzstillend, einschlaffördern, löst nervöse Spannungen bis hin zu Angstzuständen.

Äußere Anwendung: Die heilende Wirkung erreicht man auch hervorragend über regelmäßige Entspannungsbäder.

Seelische Wirkung über Verdunstung: Majoran hat eine starke Wirkung auf emotionale Ausnahmesituationen und könnte gut als S.O.S.-Duft probiert werden. Es stabilisiert das verlorengegangene Gleichgewicht.

Pflanzenbotschaft: “Es ist dunkel um Dich herum? Gehe weiter, dann siehst Du das Licht!”

4. Rose (lat. Rosa damascena)

Sie ist die Königin, der Duft kostbar, ideell wie finanziell.

Innere Anwendung: Krampflösend, antidepressiv, reguliert den weiblichen Hormonhaushalt, beruhigend, gefäßverengend (!) und entzündungshemmend.

Äußere Anwendung: Rosenöl ist ein wunderbares Schönheitsmittel, von dem fast jeder Hauttyp profitieren kann, weil es entzündungshemmend und ausgesprochen pflegend wirkt. Als Körperöl wirkt es nicht nur pflegend, sondern auch ausgleichend auf die seelische Befindlichkeit. Rose steht auch immer für Liebe in all seinen Facetten.

Seelische Wirkung über Verdunstung: Antidepressiv, tröstend, die Stimmung wird milde und verzeihend, es soll sogar die Herztätigkeit harmonisieren und Angst lösen. Eine Duftlampe mit Rosenöl gehört eigentlich an jedes Krankenbett.

Pflanzenbotschaft: “Liebe großzügig über alle Grenzen hinaus!”

5. Kamille

a) Kamille römisch (lat. Anthemis nobilis)

Diese Kamillenart spricht vorwiegend den geistig-seelischen Bereich an, im Gegensatz zur physisch stärker wirkenden Kamille blau.

Äußere Anwendung: Hier kommt die römische Kamille vor allem wegen ihrer hautpflegenden Eigenschaft zum Einsatz. Ihr Duft ist mild-süßlich, entspannt Muskeln und Nerven.

Seelische Wirkung über Verdunstung: Die römische Kamille schafft ein angenehmes inneres Gleichgewicht und hilft beim Verarbeiten von Erfahrungen und Eindrücken, guten wie schlechten. Sie steht für mütterliche Geborgenheit.

Pflanzenbotschaft: “Mild und zart behandele ich all Deine Wunden!

b) Kamille blau (lat. Matricaria chamomilla)

Der wichtigste Wirkstoff dieser Kamillenart, die auch Deutsche Kamille genannt wird, ist das wunderbar blaue Azulen. Es wird ihr eine große Heilkraft zugesprochen.

Äußere Anwendung: Entzündungshemmend, schmerzstillend, krampflösend, vor allem auch bei Menstruationsbeschwerden und den damit verbundenen Migränen und Kopfschmerzen. Kamille blau ist ein hervorragender Bestandteil einer jeden Naturkosmetik, egal ob reinigend, pflegend oder heilend. Azulen-Kosmetika haben die wunderschöne blaue Farbe.

Seelische Wirkung: Da Kamille blau eher auf der rein körperlichen Ebene wirkt, sollte man hierbei lieber auf die römische Kamille zurückgreifen.

7. Basilikum (lat. Ocimum basilicum)

Bereits das einfache Verspeisen von ein paar Blättern des Basilikum-Bäumchens kann anregen und erste Zeichen von Anspannung lösen. Schon die alten Ägypter nutzten den Basilikum als heilmittel und noch heute findet es in der ayurvedischen Medizin große Beachtung.

Innere Anwendung: Bei geistiger Anstregung, Stress, Schlafstörungen. Es wirkt antidepressiv, stärkend und stimuliert die Gehirnfunktionen.

Äußere Anwendung: Als kräftigender Badezusatz oder bei Waschung auch gern am Morgen, weil es nicht “bettschwer” macht, aber am Abend durchaus schlaffördernd wirkt.

Seelische Wirkung durch Verdunstung: Wirkt stark antidepressiv und schlaffördernd. Ebenso wirkt es bei geistiger Erschöpfung konzentrationsfördernd.

Pflanzenbotschaft: “Habe Vertrauen, Du hast mehr Kraft als Du momentan glaubst!”

8. Melisse (lat. Melissa officinalis) – Die sog. echte Zitronenmelisse

Innere Anwendung: Krampflösend, blutdrucksenkend, gegen Schlaflosigkeit und Migräne, Wetterfühligkeit und Nervosität. Regt das Denkvermögen an.

Äußere Anwendung: Gut im Massageöl und für Einreibungen für Stirn und Nacken bei Migräne. In der Badewanne hilft Melisse beim Abschalten nach Streß und Streit. Zudem pflegt es hervorragend die Haut.

Seelische Wirkung durch Verdunstung: Melissenöl ist eines der wirksamsten Öle bei Überreizung und damit verbundenem Streß, Migräne, Spannungskopfschmerzen und depressiver Verstimmung.

Es gleicht aus, erfrischt und “man kommt ‘runter”.- Die Wirkung ist jedoch nicht dämpfend, sondern heiter, warm ausgeglichen. Es zaubert ein Lächeln herbei.

Pflanzenbotschaft: “Öffne Dein Herz, und die Welt erscheint im freundschaftlichen Licht!”

9. Zitonenmelisse (lat. Melissa indicum)

Klingt gleich und ist doch anders. Hierbei handelt es sich um ein Destillat aus Zitronenmelisse und Citronellagras

Innere Anwendung: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und vor allem Migräne.

Äußere Anwendung: Kompressen zur Erfrischung und Belebung. Während man mit o.g. Melisse eher “‘runter kommt”, so wirkt die Zitronenmelisse belebend und erfrischend bei Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit.

In Verbindung mit Lavendel in einem Massageöl oder Bad sagt man dieser Mischung nach, dass es einem die Schwere nimmt, kurzum: “Es verleiht Flügel”.

Es ist also das ideale Öl vor allem auch nach einer Migräne und immer da, wo man eine kleine Stimmungsaufhellung benötigt.

Seelische Wirkung durch Verdunstung:  Erfrischend, antidepressiv, aufhellend und ausgleichend. Es hilft beim Nachdenken darüber, alte Verhaltensmuster auszugeben und sich dem Neuen zuzuwenden.

Pflanzenbotschaft: “Laß’ Deine Gewohnheiten, die Dir nicht gut tun, links liegen und wage etwas!”

___________________________

Diese Liste beinhaltet nur Vorschläge, die Welt der Düfte und ätherischen Öle ist groß, bunt und vielfältig. Belebend beispielsweise wirken eigentlich alle Zitrusdüfte, wenn auch mit unterschiedlichen Aussagen. Positiv für Körper, Geist und Seele sind auch Vanille, Kakao, Sandelholz, Ingwer, Geranie oder die Cistrose.

Probieren Sie es aus, nicht jeder Mensch reagiert gleich begeistert oder ablehnend. Werden Sie Ihr eigener Duftspezialist, tun Sie etwas für Sich selbst. Egal, ob Ihnen dabei die Pflanzenbotschaften übertrieben vorkommen.

Düfte tun gut, finden Sie dabei Ihren ganz eigenen Weg.


Unser Forumsmitglied Clara hat noch ein paar besonders sinnliche Rezepturen zusammengestellt:

Ein intensiv pflegendes Bad zum Entspannen mit Kuschelfaktor in verschiedenen Duftrichtungen:

Man nehme:
2 EL Kakaobutter (Apotheke/Reformhaus)
3 EL Sahne
3-4 EL Honig

Vermengen Sie die herrlich duftende Kakaobutter (Apotheke/Reformhaus) mit der Sahne und geben Sie den Honig hinzu, der auch für eine gute Hautdurchblutung sorgen wird.
Tipp: Akazienhonig duftet dabei besonders schön. Lassen Sie Masse in ca. 38° warmes Badewasser gleiten.

Das duftet schon allein wunderbar.

Wer mag, kann dieses sinnliche Dufterlebnis  je nach Stimmungslage intensivieren.
Geben Sie 10 bis max. 15 Tropfen Ihrer ätherischen Lieblingsöle gemixt oder solo in die Bademasse.
Bei den ätherischen Ölen können Sie kreativ sein und sollten nach Lust & Laune wählen.

Vorschläge für Bäder am Abend:

Am Abend vor dem Schlafen:
5 Tropfen Lavendel
3 Tropfen Kamille
2 Tropfen Neroli

Um den Ärger zu vertreiben und wieder ‘runter zu kommen:
5 Tropfen Bergamotte
3 Tropfen Ylang Ylang
2 Tropfen Vanille (oder ein wenig Masse aus der Vanilleschote)

Zum Stärken der Nerven:
5 Tropfen Melisse
3 Tropfen Lavendel
2 Tropfen Petigrain

Wenn Sie noch mit dem oder der Liebsten schmusen wollen:
5 Tropfen Ylang Ylang
3 Tropfen Jasmin
2 Tropfen Sandelholz

Viel Vergnügen beim Eintauchen, Entspannen und Genießen!

Und noch ein Tipp: Hier gibt es erklassige ätherische Öle und sogar eine spezielle Migräne-Kopfschmerz-Mischung (“MIKO”): http://www.mekkanischerose.de

Und passend zum Dinkelbrot – http://migraenerezepte.wordpress.com/2010/02/18/dinkelbrot-und-die-vielseitigkeit-des-dinkels/ – gibt es ein

vegetarisches Apfel-Zwiebel-Schmalz!

Man braucht dazu:

Kokosfett, virgine, ungebleicht, unraffiniert

Palmfett, ebenfalls ungebleicht und unraffiniert

Leinöl

geröstete Zwiebeln (entweder selbst rösten oder fertige Röstzwiebeln nehmen)

getrocknete Apfelchips

Kräutermeersalz

Röstzwiebeln und getrocknete Apfelchips (jeweils etwa 1 Esslöffel, der Apfelanteil kann etwas größer sein – je nach Geschmack) mit dem Meersalz im Mixer sehr klein häckseln.

250 g Kokosfett mit einem großzügigen Esslöffel Palmfett in einem Topf bei kleiner Hitze schmelzen bis beide flüssig sind.

Die Röstzwiebel-Apfel-Masse unterühren und einen guten Schuss Leinöl hinzugeben.

In Gläser abfüllen und abkühlen lassen – beim Abkühlen immer mal schwenken, damit sich die Zwiebeln und die Äpfel nicht unten am Boden absetzen.

NICHT im Kühlschrank aufbewahren, sondern bei Zimmertemperatur – das das Kokos- und das Palmfett sonst steinhart werden (Schmelzpunkt liegt bei ca. 25 Grad)! Wegen des Gehalts an Leinöl zügig verbrauchen.

Aufs Brot streichen und genießen!

Hintergrundinformationen zu den verwendeten Fetten:

Kokosfett

Kokosfett ist zu Unrecht in Verruf geraten – leider; das kommt vermutlich daher, dass lange Zeit nur raffiniertes Fett im Handel war. Beim Kauf ist daher darauf zu achten, dass man Kokosfett/öl aus erster Pressung (virgin, wie Olivenöl) bekommt, das unraffiniert, ungehärtet und ungebleicht ist. Man bekommt das heutzutage in jedem Reformhaus und Naturkostladen.

Kokosfett besteht aus gesättigten Fettsäuren – pflanzlichen Ursprungs, was dem Fett einige vorteilhafte Eigenschaften verleiht:

- es ist hocherhitzbar und wandelt sich auch bei hohen Temperaturen nicht in gesundheitsschädliche Transfette um; daher ist es optimal zum Backen und Braten, besonders für Gerichte mit exotischem Geschmack;

- es hat ein feines Kokosaroma und ist im Mund zartschmelzend – das macht es zu einer perfekten Alternative zu Butter oder Margarine; gerne verwendet man es auch zur Herstellung von Eisschokolade oder Brotaufstrichen; es zeichnet sich auch durch besondere Bekömmlichkeit aus;

- es besteht vorwiegend aus sog. mittelkettigen Fettsäuren; diese werden vom Körper nicht in Körperfett umgewandelt – Kokosfett ist deshalb (auch wenn es merkwürdig klingen mag) ein “Schlankmacherfett”, denn ein Teil der Kokosfett-Kalorien “verpufft” einfach;

- es ist lange haltbar, bleibt bis 25 Grad formstabil, also fest, und eignet sich so ganz nebenbei auch noch als wunderbares Hautpflegemittel: ideal für trockene Lippen oder als Körperbalsam, weil es ja bei Kontakt mit der Haut sofort schmilzt und schnell einzieht. Besonders raue Ellenbogen freuen sich über ein “Bad” in Kokosfett;

- es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kokosfett das “gute” Cholesterin (HDL) erhöht und das “schlechte” (LDL) senkt; der Grund: es besteht zu 50% aus Laurinsäure – eine überaus gesunde Fettsäure, aus der sich auch die Muttermilch zusammensetzt;

- Laurinsäure wirkt außerdem antibakteriell und aniviral; eine weitere enthaltene Fettsäure, die Caprinsäure, wirkt nachweislich gegen Pilze.

Palmfett

Auch das Palmfett hat schon “sein Fett abbekommen”; aber auch hier gilt: es muss ungebleicht, ungehärtet und unraffiniert sein und ebenfalls jungfräulich. Dann ist Palmfett satt orange in der Farbe. Das kommt vom hohen Carotingehalt, der den jeder anderen Pflanze toppt.

Palmfett liefert demnach viel Betacarotin (Vorstufe zu Vitamin A).  Wie Kokosfett bleibt es lange stabil, da es ein ähnliches Fettsäureprofil hat und auch ähnliche Eigenschaften (wie oben erwähnt); es eignet sich zum Braten und Backen und gibt den Gerichten einen Hauch von afrikanischem Flair. Allerdings ist der Geschmack für europäische Gaumen etwas gewöhnungsbedürftig – daher eher zu Anfang etwas sparsamer verwenden.

Leinöl

Leinöl darf man NUR kalt verwenden – nie erhitzen! Darum in diesem Rezept auch erst am Schluss hinzugeben. Es schmeckt leicht nussig, aber eigenwillig.

Leinöl ist reich an Alpha-Linolensäure und reich an Omega-3-Fettsäuren; leider ist dies auch der Grund, warum es sehr schnell ranzig wird; eine angebrochene Flasche sollte man deshalb im Kühlschrank aufbewahren.

Ein Teelöffel deckt den Bedarf an Omega-3-Fettsäure. Diese wirken sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus, senken den Homocysteinspiegel und haben obendrein entzündungshemmende Eigenschaften, die auch bei Erkrankungen, die mit chronischen Schmerzen einhergehen, vorteilhaft sein können.

Klassiches Rezept: Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl!

Lesetipp zum Thema Fett:

Ulrike Gonder: Fett! Unterhaltsames und Informatives über fette Lügen und mehrfach ungesättigte Versprechungen. Hirzel Verlag Stuttgart!

Lesenswert!

Schnell, einfach und für Histaminempfindliche optimal:

Das Dinkelbrot ohne Hefe

Zutaten:

500 g Dinkelmehl, bevorzugt aus Bioanbau
ca. 400 ml sprudeliges Mineralwasser
1 Päckchen Weinsteinbackpulver**
1 Tl Öl
etwas Meersalz

Alles zu einem Teig verarbeiten, in eine gefettete Kastenform geben und für ungefähr 55- 60 min bei 180 Grad backen.
Wenn man eine Schüssel Wasser mit in den Ofen stellt und das Brot hin und wieder etwas damit bestreicht, bekommt man eine schöne Kruste.

Tipp: Man kann auch gleich die doppelte Menge an Zutaten nehmen, denn das Brot läßt sich problemlos einfrieren. Beim Auftauen darauf achten, dass das Brot mit der knusprigen Seite unten liegt (sozusagen auf dem Kopf): so bleibt die Kruste auch nach dem Auftauen knackig.

** Es empfiehlt sich, stets Weinsteinbackpulver zu verwenden, weil es gluten- und phosphatfrei ist. Man bekommt es in Reformhäusern und Naturkostläden und in einigen Naturkostabteilungen von Drogerien und Supermärkten.

Bewertung:

histaminarm; ohne Phosphate und Aromen. Langanhaltend sättigend.

Über den Dinkel

Der Dinkel (quasi die Urform des Weizens) ist selbst für Weizenallergikern oft verträglich; schon Hildegard von Bingen lobte den Dinkel als “bestes Korn” – heute weiß man, dass Dinkel mehr Mineralstoffe enthält als Zuchtweizen, besonders der hohe Anteil an Kieselsäure ist erwähnenswert. Aber auch Magnesium, Kalium und Eisen machen den Dinkel zu einem wertvollen Getreide. Pfarrer Kneipp verwendete übrigens gerösteten Dinkel als Kaffeeersatz und die Dinkelspelzen, also der “Abfall”, werden gerne als Kissenfüllung verwendet. Erwärmt man sein Dinkelspelzkissen sorgt es für Entspannung und Schmerzlinderung; dadurch, dass es sich jeder Körperform anpasst, ist es die optimale Kissenwahl für alle, die Probleme mit einem verspannten Nacken und daraus resultierenden Kopfschmerzen haben.

Ein Danke an Clara für das Rezept!

Viele können auf ihren täglichen Kaffee nicht verzichten; bei gelegentlichem Genuss kann dies einen positiven Effekt auf Migräne und Kopfschmerzen haben (Espresso mit Zitrone), aber bei regelmäßigem Konsum kann es auch ins Gegenteil umschlagen.

Dabei gibt es als kleinen Wachmacher für Zwischendurch eine Alternative:

Guarana (paulina cupana)

Das ist der Samen einer Lianenpflanze aus Südamerika (Amazonasgebiet), der neben Koffein (5%) auch reichlich Gerbstoffe (25%) enthält, die dafür sorgen, dass das Koffein über einen längeren Zeitraum hinweg freigesetzt wird.

Die aufputschende Wirkung ist daher nicht so plötzlich einsetzend wie bei Kaffee; und auch empfindliche Menschen, die auf Kaffee sonst mit Herzrasen oder anderen Symptomen reagieren, vertragen Guarana in der Regel besser.

Es steigert die Konzentration und wirkt angenehm stimulierend.

Traditionell wird Paulina Cupana auch bei Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt, eine positive Nebenwirkung, die schon die Ureinwohner Südamerikas kannten. In der modernen Pflanzenheilkunde liegen Anwendungsbeobachtungen vor.

Dosierung:

Guarana erhält man in Pulverform im Naturkostladen oder in Dritte-Welt-Läden; ein Teelöffel auf ein Glas Wasser oder Saft dürfte auch für koffeingewohnte Konsumenten ausreichend sein. Wegen des herben Geschmacks kann man mit Honig, Agavendicksaft oder Ahornsiup etwas süßen.

Paulina cupana ist auch als Urtinktur erhältlich.

Hier ist die übliche Dosierung: im Akutfall halbstündlich 5-10Tropfen (man kann bis auf 20 Tropfen hochdosieren); bei chronischen Kopfschmerzen 3x tgl. 5-10 Tropfen (max. bis 20 Tropfen).

Genau wie für andere Koffeindarreichungen gilt auch hier: zuviel ist ungesund und nicht vor dem Schlafengehen einnehmen – außer man möchte die Nacht durchmachen!

Gegen Migräne und Kopfschmerzen: Zimt-Ingwer-Abkochung – Gui ji ren shen rang

Es handelt sich dabei um eine Abkochung aus verschiedenen Heilpflanzen. In der TCM ist es eine beliebte Rezeptur gegen Migräne, aber auch Spannungskopfschmerzen. Nach klinischen Erfahrungen in China wirkt es angeblich bei 50% aller Kopfschmerzpatienten.

Die Zutaten:

4g Zimt
3g Süßholzwurzel
3g Atractylis ovata (dafür gibt es keinen deutschen Namen; es ist eine Art Chrysantheme)
2g Ginsengwurzel
1g Ingwer, getr.

Die Zutaten kann man über Apotheken bestellen; sie sollten schon Apothekenqualität haben, also nicht Gewürze aus dem Supermarkt verwenden!

Daraus ist ein sog. Dekokt, eine Abkochung, herzustellen, und zwar nach folgender Vorgehensweise:

Kräuter abwiegen; in einen Glas- oder Keramiktopf geben (NIE Metall verwenden), 3-4 Tassen Wasser dazugeben; zum Kochen bringen.
Bei niedriger Temperatur und geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf ungefähr 1/3 bis 1/2 der urspr. Menge eingekocht ist.
Die Flüssigkeit durch ein Sieb gießen, das man zusätzlich mit einem feinen Stoff ausgelegt hat, damit auch alle Partikel ausgesiebt werden.
Flüssigkeit zur Seite stellen.
Die Kräuter erneut mit 2 Tassen Wasser aufkochen – Prozedur wie oben wiederholen (köcheln lassen, auf 1/3 – 1/2 reduzieren).
Absieben wie oben und beide Flüssigkeiten vermengen.

Davon 2x am Tag – morgens und abends – eine Tasse, leicht erwärmt, trinken.Kurmäßig über ca. 3-4 Wochen anwenden.

Tipp: man kann sich z.B. die Ration für drei Tage im Voraus zubereiten und im Kühlschrank portioniert aufbewahren und vor dem Trinken leicht erwärmen (NICHT in der Mikrowelle!).

Achtung: aufgrund des Süßholzgehaltes (= Grundstoff für Lakritze) steigert die Mischung wahrscheinlich den Blutdruck und ist für Patienten mit Bluthochdruck nicht zur dauerhaften Anwendung geeignet!

Maria Trebens Kräutertees gegen Migräne:

1. Für den Akutfall: Schlüsselblumentee (primula officinalis)

Nach Maria Trebens Kräuterlehre wird Schlüsselblumenblüten-Tee bei akuter Migräne empfohlen. Der Tee soll selbst bei starken Schmerzen schnell Linderung bringen.
Ich empfehle allerdings, den Tee bei den allerersten Anzeichen einer aufziehenden Migräne zu trinken. Bei schon ausgebrochener Migräne hilft er nicht mehr.

Man gibt auf eine Tasse Tee einen gehäuften Teelöffeln der getrockneten Blüten, übergießt sie mit heißem Wasser und lässt sie 30 Sekunden ziehen bis der Tee eine leicht goldgelbe Farbe hat.
Blüten abseihen – sehr warm in kleinen Schlucken trinken!

Pro Tag können drei Tassen getrunken werden!
Oder bei akuten Beschwerden 2 Tassen in kurzem Abstand.

Nicht anwenden bei Allergien gegen Primeln!

Anmerk.: Der Schlüsselblume werden in der Naturheilkunde folgende Anwendungsgebiete zugeschrieben: harntreibend, bei Bronchitis und Husten, lindernd bei Migräne, Rheuma und Gicht, entzündungshemmend.

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2. Zur Prophylaxe: Schafgarbentee (achillea millefolium)

Ebenfalls ein Rezept nach Maria Treben (1907-1991): Man nehme einen gehäuften Teelöffel getrockneten Schafgarben-Tee (oder einen gestrichenen Teelöffel pulverisierten Tee), brühe ihn mit heißem Wasser auf und lasse den Tee 30 Sekunden ziehen.
Dann abseihen (durch ein Sieb gießen) und schluckweise möglichst heiß trinken!

Bei regelmäßigem Genuss soll er die Migräne sogar vertreiben können (das kann ich leider nicht bestätigen).
Die Schafgarbe gilt ja schon von Alters her als traditionelles Frauenkraut. Durch ihre Inhaltsstoffe wirkt sie krampflösend, entzündungshemmend, menstruationsregulierend und verhindert Ödembildungen – alles Eigenschaften, die bei Migräne durchaus von Nutzen sein können.

Man gibt Schafgarbe heute bei schmerzhafter Menstruation und bei Verdauungsbeschwerden, Leber- und Gallenleiden sowie bei Appetitlosigkeit.

Quelle: Kopfschmerzen und Migräne. Gesund mit Maria Treben. Ennsthaler Verlag, Steyr.

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