Düfte lösen Empfindungen aus – schöne und weniger schöne. Die Wirkung entfaltet sich sowohl über den Geruchssinn, als auch durch das Einatmen über die Lungen.
Dies macht sich die sog. Aromatherapie zunutze.
Es handelt sich hierbei um die Verwendung von 100% naturreinen, ätherischen Ölen. Sie werden durch verschiedene Zubereitungsarten aus natürlichen Rohstoffen gewonnen. Die Bezeichnung “ätherisch” tragen sie übrigens deshalb, weil sie sehr flüchtig sind, sobald man sie der Luft aussetzt – sie verflüchtigen sich in der Luft (= Äther).
Man sollte nur Öle bester Qualität nehmen, die haben zum Teil zwar ihren Preis, aber dafür führt man sich so keine Gifte zu.
Zu vermeiden sind auf jeden Fall alle Arten von künstlichen, synthetischen, naturidentischen Düften wie sie allerorten in Form von Duftbäumchen, Duftkerzen, Lufterfrischern, Duftsprays etc. angeboten werden
- das ist pures Gift, vor allem für empfindliche Leute wie Migräniker!
Betrachtet man die Aromatherapie aus NICHT esoterischer Sicht, so haben Düfte tatsächlich eine direkte Wirkung auf das körperlich wie seelische Befinden.
Das hat ja jeder schon festgestellt.

Und tatsächlich haben manche Düfte bzw. ätherische Öle ja auch eine direkte “gesundheitliche” Wirkung:
Früher war es geradezu Tradition, ohnmächtig gewordenen Frauen ein Riechfläschen unter die Nase zu halten.
Oder das Minzöl – jeder kennt den kühlenden, angenehmen Effekt, wenn man es sich bei Kopfschmerzen auf die Stirn reibt. Dazu gibt es sogar wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit bei Spannungskopfschmerzen belegen.
Oder Menthol und Eukalyptus, die die Atemwege befreien und bei Schnupfen Erleichterung verschaffen.
Ätherische Öle zeichnen sich außerdem durch antivirale, antiseptische und desinfizierende Eigenschaften aus (z.B. kennen viele das Teebaumöl).
Warum also sollten nicht einige Düfte auch den Körper entspannen – z.B. während eines Migräneanfalls? Sich einfach von der Nase leiten lassen, genießen und sich wohl fühlen!
(Natürlich NUR, wenn man Düfte während einer Attacke erträgt!)
Ich habe mal ein paar passende Düfte hier zusammengetragen, denen man eine Wirkung bei Migräne nachsagt:
Phytotherapeuten sprechen jeder Pflanze auch eine ganz eigene Botschaft zu. Wenn wir uns dafür öffnen wollen, können wir diese Botschaften nutzen.
Wir können uns Tees für die innere Anwendung zubereiten, genüssliche und heilende Bäder bereiten und Massageöle selbst mixen oder ein paar Tropfen in die Duftlampe geben.
Unsere Empfehlungen beziehen sich ausschließlich auf Kopfschmerzen/Migräne und die damit verbundenen seelischen Belastungen. In ihrer gesamten Wirkweise sind sie umfangreicher.
—> Ätherische Öle ohne ausdrückliche Empfehlung des naturheilkundlichen Arztes oder Phytotherapeuten nicht einnehmen oder pur auf die Haut auftragen!!! Ebenfalls nicht bei Kleinkindern und Tieren anwenden!
1. Pfefferminze (lat. Mentha piperata)

Bitte nicht verwechseln mit Minze (lat. Mentha arvensis), die für alle Menschen auf Reisen und speziell im Sommer eher eine rein erfrischend-belebende Wirkung zeigt.
Innere Anwendung: Nervenkräftigend, krampflösend, magenstärkend vor allem auch bei Kopfschmerzen in Verbindung mit Übelkeit
Äußere Anwendung: Einreibung von Stirn und Nacken bei Kopfschmerz und Migräne
Seelische Wirkung durch Verdunstung: Gegen Migräne, wirkt auf uns wie eine frische Meeresbrise. Nebel und Wolken verschwinden, eine klarere Sicht der Dinge stellt sich ein. Gut, wenn die Gedanken im Kreis routieren bzw. stecken bleiben.
Pflanzenbotschaft: “Siehe und erkenne!”
2. Lavendel (lat. Lavendula officinalis)

Innere Anwendung: Wirkt entspannend, hilft beim Einschlafen, beruhigt, wirkt entkrampfend und nervenstärkend
Äußere Anwendung: Eines der wenigen äth. Öle, die auch pur auf die Haut aufgetragen werden können. Es wirkt pflegend, reinigend und antientzündlich. Tip: Ein paar Tropfen in die Hautcreme rühren. Ein Bad am Abend. Ein kleines Levendel-Duftkissen unter dem Kopfkissen hilft beim Einschlafen.
Seelische Wirkung durch Verdunstung: Lavendel schenkt uns die Athmosphäre von Reinheit, Frische, Ordnung. Es vertreibt schlechte Gedanken und Schwermut. Das Ausbalancieren ist vor allem Kopfschmerzgeplagten von Nutzen.
Pflanzenbotschaft: “Ich schaffe reine Klarheit.”
3. Majoran (lat. Origanum majorana)
Innere Anwendung: Majoran wird eine direkte heilende Wirkung bei Migräne nachgesagt. Er wirkt schmerzstillend, einschlaffördern, löst nervöse Spannungen bis hin zu Angstzuständen.
Äußere Anwendung: Die heilende Wirkung erreicht man auch hervorragend über regelmäßige Entspannungsbäder.
Seelische Wirkung über Verdunstung: Majoran hat eine starke Wirkung auf emotionale Ausnahmesituationen und könnte gut als S.O.S.-Duft probiert werden. Es stabilisiert das verlorengegangene Gleichgewicht.
Pflanzenbotschaft: “Es ist dunkel um Dich herum? Gehe weiter, dann siehst Du das Licht!”
4. Rose (lat. Rosa damascena)

Sie ist die Königin, der Duft kostbar, ideell wie finanziell.
Innere Anwendung: Krampflösend, antidepressiv, reguliert den weiblichen Hormonhaushalt, beruhigend, gefäßverengend (!) und entzündungshemmend.
Äußere Anwendung: Rosenöl ist ein wunderbares Schönheitsmittel, von dem fast jeder Hauttyp profitieren kann, weil es entzündungshemmend und ausgesprochen pflegend wirkt. Als Körperöl wirkt es nicht nur pflegend, sondern auch ausgleichend auf die seelische Befindlichkeit. Rose steht auch immer für Liebe in all seinen Facetten.
Seelische Wirkung über Verdunstung: Antidepressiv, tröstend, die Stimmung wird milde und verzeihend, es soll sogar die Herztätigkeit harmonisieren und Angst lösen. Eine Duftlampe mit Rosenöl gehört eigentlich an jedes Krankenbett.
Pflanzenbotschaft: “Liebe großzügig über alle Grenzen hinaus!”
5. Kamille
a) Kamille römisch (lat. Anthemis nobilis)
Diese Kamillenart spricht vorwiegend den geistig-seelischen Bereich an, im Gegensatz zur physisch stärker wirkenden Kamille blau.
Äußere Anwendung: Hier kommt die römische Kamille vor allem wegen ihrer hautpflegenden Eigenschaft zum Einsatz. Ihr Duft ist mild-süßlich, entspannt Muskeln und Nerven.
Seelische Wirkung über Verdunstung: Die römische Kamille schafft ein angenehmes inneres Gleichgewicht und hilft beim Verarbeiten von Erfahrungen und Eindrücken, guten wie schlechten. Sie steht für mütterliche Geborgenheit.
Pflanzenbotschaft: “Mild und zart behandele ich all Deine Wunden!“
b) Kamille blau (lat. Matricaria chamomilla)
Der wichtigste Wirkstoff dieser Kamillenart, die auch Deutsche Kamille genannt wird, ist das wunderbar blaue Azulen. Es wird ihr eine große Heilkraft zugesprochen.
Äußere Anwendung: Entzündungshemmend, schmerzstillend, krampflösend, vor allem auch bei Menstruationsbeschwerden und den damit verbundenen Migränen und Kopfschmerzen. Kamille blau ist ein hervorragender Bestandteil einer jeden Naturkosmetik, egal ob reinigend, pflegend oder heilend. Azulen-Kosmetika haben die wunderschöne blaue Farbe.
Seelische Wirkung: Da Kamille blau eher auf der rein körperlichen Ebene wirkt, sollte man hierbei lieber auf die römische Kamille zurückgreifen.
7. Basilikum (lat. Ocimum basilicum)
Bereits das einfache Verspeisen von ein paar Blättern des Basilikum-Bäumchens kann anregen und erste Zeichen von Anspannung lösen. Schon die alten Ägypter nutzten den Basilikum als heilmittel und noch heute findet es in der ayurvedischen Medizin große Beachtung.
Innere Anwendung: Bei geistiger Anstregung, Stress, Schlafstörungen. Es wirkt antidepressiv, stärkend und stimuliert die Gehirnfunktionen.
Äußere Anwendung: Als kräftigender Badezusatz oder bei Waschung auch gern am Morgen, weil es nicht “bettschwer” macht, aber am Abend durchaus schlaffördernd wirkt.
Seelische Wirkung durch Verdunstung: Wirkt stark antidepressiv und schlaffördernd. Ebenso wirkt es bei geistiger Erschöpfung konzentrationsfördernd.
Pflanzenbotschaft: “Habe Vertrauen, Du hast mehr Kraft als Du momentan glaubst!”
8. Melisse (lat. Melissa officinalis) – Die sog. echte Zitronenmelisse

Innere Anwendung: Krampflösend, blutdrucksenkend, gegen Schlaflosigkeit und Migräne, Wetterfühligkeit und Nervosität. Regt das Denkvermögen an.
Äußere Anwendung: Gut im Massageöl und für Einreibungen für Stirn und Nacken bei Migräne. In der Badewanne hilft Melisse beim Abschalten nach Streß und Streit. Zudem pflegt es hervorragend die Haut.
Seelische Wirkung durch Verdunstung: Melissenöl ist eines der wirksamsten Öle bei Überreizung und damit verbundenem Streß, Migräne, Spannungskopfschmerzen und depressiver Verstimmung.
Es gleicht aus, erfrischt und “man kommt ‘runter”.- Die Wirkung ist jedoch nicht dämpfend, sondern heiter, warm ausgeglichen. Es zaubert ein Lächeln herbei.
Pflanzenbotschaft: “Öffne Dein Herz, und die Welt erscheint im freundschaftlichen Licht!”
9. Zitonenmelisse (lat. Melissa indicum)
Klingt gleich und ist doch anders. Hierbei handelt es sich um ein Destillat aus Zitronenmelisse und Citronellagras
Innere Anwendung: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und vor allem Migräne.
Äußere Anwendung: Kompressen zur Erfrischung und Belebung. Während man mit o.g. Melisse eher “‘runter kommt”, so wirkt die Zitronenmelisse belebend und erfrischend bei Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit.
In Verbindung mit Lavendel in einem Massageöl oder Bad sagt man dieser Mischung nach, dass es einem die Schwere nimmt, kurzum: “Es verleiht Flügel”.
Es ist also das ideale Öl vor allem auch nach einer Migräne und immer da, wo man eine kleine Stimmungsaufhellung benötigt.
Seelische Wirkung durch Verdunstung: Erfrischend, antidepressiv, aufhellend und ausgleichend. Es hilft beim Nachdenken darüber, alte Verhaltensmuster auszugeben und sich dem Neuen zuzuwenden.
Pflanzenbotschaft: “Laß’ Deine Gewohnheiten, die Dir nicht gut tun, links liegen und wage etwas!”
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Diese Liste beinhaltet nur Vorschläge, die Welt der Düfte und ätherischen Öle ist groß, bunt und vielfältig. Belebend beispielsweise wirken eigentlich alle Zitrusdüfte, wenn auch mit unterschiedlichen Aussagen. Positiv für Körper, Geist und Seele sind auch Vanille, Kakao, Sandelholz, Ingwer, Geranie oder die Cistrose.
Probieren Sie es aus, nicht jeder Mensch reagiert gleich begeistert oder ablehnend. Werden Sie Ihr eigener Duftspezialist, tun Sie etwas für Sich selbst. Egal, ob Ihnen dabei die Pflanzenbotschaften übertrieben vorkommen.
Düfte tun gut, finden Sie dabei Ihren ganz eigenen Weg.

Unser Forumsmitglied Clara hat noch ein paar besonders sinnliche Rezepturen zusammengestellt:
Ein intensiv pflegendes Bad zum Entspannen mit Kuschelfaktor in verschiedenen Duftrichtungen:
Man nehme:
2 EL Kakaobutter (Apotheke/Reformhaus)
3 EL Sahne
3-4 EL Honig
Vermengen Sie die herrlich duftende Kakaobutter (Apotheke/Reformhaus) mit der Sahne und geben Sie den Honig hinzu, der auch für eine gute Hautdurchblutung sorgen wird.
Tipp: Akazienhonig duftet dabei besonders schön. Lassen Sie Masse in ca. 38° warmes Badewasser gleiten.
Das duftet schon allein wunderbar.
Wer mag, kann dieses sinnliche Dufterlebnis je nach Stimmungslage intensivieren.
Geben Sie 10 bis max. 15 Tropfen Ihrer ätherischen Lieblingsöle gemixt oder solo in die Bademasse.
Bei den ätherischen Ölen können Sie kreativ sein und sollten nach Lust & Laune wählen.
Vorschläge für Bäder am Abend:
Am Abend vor dem Schlafen:
5 Tropfen Lavendel
3 Tropfen Kamille
2 Tropfen Neroli
Um den Ärger zu vertreiben und wieder ‘runter zu kommen:
5 Tropfen Bergamotte
3 Tropfen Ylang Ylang
2 Tropfen Vanille (oder ein wenig Masse aus der Vanilleschote)
Zum Stärken der Nerven:
5 Tropfen Melisse
3 Tropfen Lavendel
2 Tropfen Petigrain
Wenn Sie noch mit dem oder der Liebsten schmusen wollen:
5 Tropfen Ylang Ylang
3 Tropfen Jasmin
2 Tropfen Sandelholz
Viel Vergnügen beim Eintauchen, Entspannen und Genießen!
Und noch ein Tipp: Hier gibt es erklassige ätherische Öle und sogar eine spezielle Migräne-Kopfschmerz-Mischung (“MIKO”): http://www.mekkanischerose.de